Cannabis Blütephase: Ablauf, Dauer und richtige Pflege

Cannabis Blütephase: Ablauf, Dauer und richtige Pflege

Was ist die Blütephase bei Cannabis?

Die Blütephase ist die entscheidende Entwicklungsphase der Cannabispflanze, in der sie von reinem vegetativem Wachstum auf Fortpflanzung umschaltet. In diesem Zeitraum bildet die Pflanze Blüten aus, in denen sich Harzdrüsen (Trichome) mit Cannabinoiden und Terpenen entwickeln. Qualität, Potenz, Aroma und Ertrag werden maßgeblich durch die Bedingungen während dieser Phase beeinflusst.


Abzugrenzen ist die Blütephase klar von der Wachstumsphase: Während zuvor Blatt- und Stängelwachstum im Vordergrund stehen, konzentriert sich die Pflanze nun auf die Ausbildung und Reifung der Blüten. Biologisch dient diese Phase der Samenproduktion, auch wenn sie im kultivierten Kontext meist ohne Bestäubung verläuft.

Abgrenzung zur Wachstumsphase

Die Blütephase unterscheidet sich grundlegend von der Wachstumsphase in Ziel, Stoffwechsel und Pflegeanforderungen. Während die Pflanze in der vegetativen Phase vor allem Blattmasse, Seitentriebe und Wurzeln aufbaut, verschiebt sich der Fokus mit Beginn der Blüte deutlich in Richtung Blütenentwicklung und Harzproduktion.


Typisch für den Übergang ist eine veränderte Wuchsform: Das Längenwachstum nimmt zunächst noch zu (sogenannter Stretch), verlangsamt sich jedoch zugunsten der Blütenbildung. Gleichzeitig ändern sich die Nährstoffbedürfnisse der Pflanze, insbesondere der Bedarf an Stickstoff sinkt, während andere Elemente an Bedeutung gewinnen. Auch äußere Einflüsse wie Lichtzyklen und Dunkelphasen spielen in der Blütephase eine deutlich größere Rolle als zuvor.

Biologisches Ziel der Blütephase

Aus biologischer Sicht dient die Blütephase der Fortpflanzung der Cannabispflanze. In dieser Phase entwickelt die Pflanze weibliche Blütenstände, die darauf ausgelegt sind, Pollen aufzunehmen und Samen zu bilden. Parallel dazu produziert sie vermehrt Harz, das reich an Cannabinoiden und Terpenen ist und als Schutzmechanismus gegen Umwelteinflüsse fungiert.


Die erhöhte Harzproduktion schützt die empfindlichen Blüten vor UV-Strahlung, Schädlingen und Austrocknung. Gleichzeitig spielt sie eine zentrale Rolle für die späteren Eigenschaften der Blüten, etwa Wirkstärke, Aroma und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Auch ohne Bestäubung läuft dieser biologische Prozess vollständig ab, was erklärt, warum unbestäubte Pflanzen besonders harzreiche Blüten ausbilden.

Beginn der Cannabis-Blütephase

Der Beginn der Blütephase markiert einen klaren physiologischen Umschaltpunkt im Lebenszyklus der Cannabispflanze. Ab diesem Moment reagiert die Pflanze nicht mehr primär auf Wachstumsreize, sondern auf Signale, die die Fortpflanzung auslösen. Entscheidend ist dabei nicht das Alter der Pflanze, sondern äußere Faktoren wie Lichtdauer und Umweltbedingungen.


Je nach Anbaumethode – Indoor oder Outdoor – wird die Blütephase unterschiedlich ausgelöst. Trotz dieser Unterschiede zeigen Pflanzen zu Beginn der Blüte ähnliche Merkmale, etwa verstärktes Höhenwachstum, erste Blütenansätze und eine veränderte Blattstruktur. Das frühzeitige Erkennen dieses Übergangs ist wichtig, um Pflege, Nährstoffversorgung und Umgebung rechtzeitig anzupassen.

Auslöser Indoor (Lichtumstellung)

Beim Indoor-Anbau wird der Beginn der Blütephase gezielt durch eine Veränderung des Lichtzyklus ausgelöst. Cannabis reagiert photoperiodisch, das heißt, die Pflanze orientiert sich an der Länge der täglichen Dunkelphase. Wird die Beleuchtungsdauer von einer langen Tageslichtphase auf ein ausgewogenes Verhältnis von Licht und Dunkelheit umgestellt, interpretiert die Pflanze dies als Signal für den nahenden Herbst.


Mit der verlängerten Dunkelphase setzt eine hormonelle Umstellung ein, die das vegetative Wachstum beendet und die Blütenbildung einleitet. In den ersten Tagen nach der Umstellung zeigen sich häufig ein beschleunigtes Längenwachstum sowie die Ausbildung erster Vorblüten. Ab diesem Zeitpunkt verändern sich auch die Anforderungen an Pflege und Nährstoffzufuhr, da die Pflanze ihre Energie zunehmend in die Entwicklung der Blüten lenkt.

Auslöser Outdoor (Tageslänge & Jahreszeit)

Im Outdoor-Anbau beginnt die Blütephase nicht durch menschliches Eingreifen, sondern durch natürliche Veränderungen der Tageslänge. Mit dem Fortschreiten des Sommers verkürzen sich die Tage allmählich, wodurch die nächtliche Dunkelphase länger wird. Diese Veränderung dient der Cannabispflanze als biologisches Signal, die Blütenbildung einzuleiten.


Der genaue Zeitpunkt des Blütebeginns hängt dabei von geografischer Lage, Klima und Genetik der Pflanze ab. In gemäßigten Breiten setzt die Blütephase in der Regel im Spätsommer ein. Typische Anzeichen sind ein verstärktes Höhenwachstum sowie die Ausbildung erster Blütenansätze an den Nodien. Da äußere Faktoren wie Wetter, Temperatur und Luftfeuchtigkeit nun zunehmend Einfluss nehmen, gewinnt der Schutz der Pflanze in dieser Phase an Bedeutung.

Dauer der Blütephase

Die Dauer der Cannabis-Blütephase ist kein fixer Zeitraum, sondern variiert je nach Genetik, Anbaumethode und Umweltbedingungen. Sie beschreibt den Abschnitt vom sichtbaren Beginn der Blütenbildung bis zur vollständigen Reife der Blüten. Herstellerangaben oder Sortenbeschreibungen liefern hierfür zwar Richtwerte, ersetzen jedoch keine individuelle Beobachtung der Pflanze.


Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Blütephase mehrere Wochen umfasst und einen erheblichen Einfluss auf Ertrag, Wirkstoffprofil und Aroma hat. Faktoren wie Lichtintensität, Temperatur, Nährstoffversorgung und Stress können den Verlauf beschleunigen oder verzögern. Für eine realistische Einschätzung der Blütedauer ist es daher wichtig, genetische Unterschiede zu berücksichtigen und äußere Einflüsse mit einzubeziehen.

Unterschiede nach Genetik (Indica, Sativa, Hybrid)

Die genetische Herkunft einer Cannabispflanze hat maßgeblichen Einfluss auf die Länge der Blütephase. Klassisch werden hierbei Indica-, Sativa- und Hybrid-Genetiken unterschieden, auch wenn moderne Züchtungen diese Grenzen zunehmend aufweichen.


Indica-dominante Sorten zeichnen sich in der Regel durch eine kürzere Blütephase aus. Sie entwickeln kompakte Blüten und erreichen ihre Reife schneller. Sativa-dominante Pflanzen benötigen hingegen meist deutlich mehr Zeit, da sie ursprünglich aus äquatornahen Regionen mit konstanten Lichtverhältnissen stammen. Ihre Blütephase ist länger und geht oft mit lockereren Blütenstrukturen einher. Hybride bewegen sich zeitlich zwischen diesen beiden Extremen, abhängig davon, welche genetischen Eigenschaften überwiegen.


Diese Unterschiede erklären, warum pauschale Zeitangaben zur Blütephase nur bedingt aussagekräftig sind. Die Genetik bestimmt nicht nur die Dauer, sondern auch das Wachstumsmuster, die Blütenform und die Reifedynamik.

Autoflowering vs. photoperiodische Pflanzen

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Dauer der Blütephase ist der Pflanzentyp. Photoperiodische Cannabispflanzen richten ihren Blütebeginn nach der Länge der Dunkelphase aus, während autoflowering Sorten unabhängig vom Lichtzyklus automatisch in die Blüte übergehen.


Autoflowering Pflanzen beginnen ihre Blüte nach einer genetisch festgelegten Zeitspanne. Dadurch ist ihr gesamter Lebenszyklus deutlich kürzer, was auch die Blütephase verkürzt. Photoperiodische Pflanzen hingegen verbleiben so lange in der Wachstumsphase, bis äußere Lichtbedingungen den Blüteimpuls auslösen. Ihre Blütephase ist meist länger und stärker von Umweltfaktoren beeinflussbar.


Diese Unterschiede wirken sich nicht nur auf die Zeitplanung aus, sondern auch auf Pflege, Ertragspotenzial und Flexibilität beim Anbau. Für die Einschätzung der Blütedauer ist daher entscheidend, ob es sich um eine autoflowering oder photoperiodische Genetik handelt.

Phasen innerhalb der Blütephase

Die Blütephase lässt sich in mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilen, die sich in Aussehen, Wachstum und physiologischen Prozessen der Pflanze deutlich unterscheiden. Diese Einteilung hilft dabei, Veränderungen richtig einzuordnen und Pflegeentscheidungen besser zu verstehen, ohne die Blüte künstlich in starre Wochenpläne zu pressen.


Jede Phase ist durch typische Merkmale gekennzeichnet – vom anfänglichen Übergang mit verstärktem Höhenwachstum bis hin zur finalen Reifung der Blüten. Das Verständnis dieser Entwicklungsstufen ist zentral, um den Zustand der Pflanze korrekt zu beurteilen und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Frühe Blütephase (Stretch & Blütenansatz)

Die frühe Blütephase beginnt unmittelbar nach dem Auslösen der Blüte und ist durch deutliche Veränderungen im Wachstum gekennzeichnet. In diesem Abschnitt zeigt die Pflanze häufig einen kräftigen Wachstumsschub in die Höhe, der als Stretch bezeichnet wird. Je nach Genetik kann dieser Zuwachs moderat oder sehr ausgeprägt ausfallen.


Parallel dazu bilden sich an den Nodien die ersten sichtbaren Blütenansätze. Die Pflanze richtet ihre Energie zunehmend auf die Entwicklung dieser Strukturen aus, während das reine Blattwachstum in den Hintergrund tritt. In dieser Phase entscheidet sich oft die spätere Grundstruktur der Blütenstände, weshalb stabile Umweltbedingungen und eine stressfreie Entwicklung besonders wichtig sind.

Mittlere Blütephase (Blütenbildung & Harz)

In der mittleren Blütephase verlagert sich der Schwerpunkt klar auf das Volumen- und Dichtewachstum der Blüten. Der Stretch kommt weitgehend zum Stillstand, während sich die Blütenstände sichtbar verdichten und an Größe zunehmen. Gleichzeitig beginnt die verstärkte Ausbildung von Trichomen, die als feiner Harzüberzug auf Blüten und angrenzenden Blättern erkennbar sind.


In diesem Abschnitt werden die charakteristischen Aromen der Pflanze zunehmend wahrnehmbar, da die Terpenproduktion ansteigt. Die Pflanze arbeitet nun mit hoher Intensität an der Ausbildung ihrer Inhaltsstoffe. Veränderungen im Erscheinungsbild verlaufen vergleichsweise gleichmäßig, weshalb Abweichungen oft früh auf Probleme wie Nährstoffungleichgewichte oder Umweltstress hinweisen.

Späte Blütephase (Reife & Vorbereitung auf Ernte)

Die späte Blütephase ist durch die Ausreifung der Blüten gekennzeichnet. Das Wachstum verlangsamt sich deutlich, während sich die Pflanze auf die vollständige Entwicklung ihrer Inhaltsstoffe konzentriert. Die Blüten erreichen ihre endgültige Größe, und die Trichome verändern ihr Erscheinungsbild, was auf den fortschreitenden Reifeprozess hinweist.


In dieser Phase kann es zu sichtbaren Veränderungen an den Blüten und Blättern kommen, etwa ein Nachlassen der Blattfarbe oder das Zurückziehen von Energie aus älteren Pflanzenteilen. Diese Prozesse sind Teil der natürlichen Reifung und nicht zwangsläufig ein Anzeichen für Probleme. Der Fokus liegt nun auf Stabilität der Umweltbedingungen, da Stress oder Eingriffe die Qualität der Blüten in dieser sensiblen Phase beeinträchtigen können.

Pflege & Bedingungen während der Blütephase

Während der Blütephase reagiert Cannabis besonders sensibel auf äußere Einflüsse. Licht, Nährstoffversorgung und Klima haben nun direkten Einfluss auf Blütenentwicklung, Reife und Qualität. Im Vergleich zur Wachstumsphase ändern sich die Anforderungen deutlich, weshalb eine angepasste Pflege entscheidend ist.


Ziel in dieser Phase ist es, der Pflanze möglichst konstante und stressfreie Bedingungen zu bieten. Schwankungen bei Licht, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit können sich unmittelbar auf Blütendichte, Harzbildung und Gesundheit auswirken. Eine klare Trennung zwischen förderlichen Maßnahmen und unnötigen Eingriffen ist daher besonders wichtig.

Licht & Dunkelphase

Licht spielt in der Blütephase eine zentrale Rolle, da die Cannabispflanze ihre Entwicklung stark an den Wechsel von Licht und Dunkelheit koppelt. Entscheidend ist dabei weniger die absolute Lichtmenge als vielmehr die konsequente Einhaltung einer ungestörten Dunkelphase. Bereits kurze Unterbrechungen können den natürlichen Rhythmus der Pflanze stören und Stress auslösen.


Während der Lichtphase nutzt die Pflanze die Energie zur Blüten- und Harzbildung, während die Dunkelphase hormonelle Prozesse steuert, die für die Reifung essenziell sind. Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit sind daher wichtiger als maximale Intensität. Unregelmäßigkeiten oder Lichtlecks zählen zu den häufigsten Ursachen für Probleme in der Blütephase.

Nährstoffe & Düngung

Mit Beginn der Blütephase verändert sich der Nährstoffbedarf der Cannabispflanze spürbar. Der Fokus verlagert sich von starkem vegetativem Wachstum hin zur Blüten- und Harzproduktion. Entsprechend sinkt der Bedarf an bestimmten Nährstoffen, während andere für die Entwicklung und Reifung der Blüten an Bedeutung gewinnen.


Eine ausgewogene und angepasste Versorgung ist entscheidend, da Über- oder Unterversorgung in der Blütephase besonders schnell sichtbare Auswirkungen haben können. Symptome zeigen sich häufig direkt an den Blüten oder den oberen Blättern. In dieser Phase gilt Zurückhaltung oft als sinnvoller Ansatz, da eine stabile Grundversorgung langfristig bessere Ergebnisse liefert als kurzfristige Korrekturen.

Klima, Luftfeuchtigkeit & Luftzirkulation

Das Klima spielt in der Blütephase eine zentrale Rolle für die Gesundheit und Qualität der Blüten. Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen direkt Stoffwechselprozesse, Harzbildung und das Risiko für Krankheiten. Besonders in der mittleren und späten Blütephase reagieren die dichten Blüten empfindlich auf ungünstige klimatische Bedingungen.


Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Entstehung von Schimmel, während zu trockene Luft Stress verursachen und die Entwicklung der Blüten beeinträchtigen kann. Ebenso wichtig ist eine gleichmäßige Luftzirkulation, um stehende Luft zu vermeiden und Feuchtigkeit von den Blüten fernzuhalten. Ein stabiles, gut kontrolliertes Klima trägt maßgeblich dazu bei, die Blütephase ohne Qualitätsverluste zu durchlaufen.

Typische Probleme in der Blütephase

Die Blütephase gilt als sensibelster Abschnitt im Lebenszyklus der Cannabispflanze. Fehler oder ungünstige Bedingungen wirken sich hier oft direkter und nachhaltiger aus als in früheren Phasen. Viele Probleme entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend durch Ungleichgewichte bei Pflege, Klima oder Nährstoffversorgung.


Da die Pflanze in dieser Phase einen Großteil ihrer Energie in die Blüten investiert, reagiert sie weniger tolerant auf Stress. Symptome zeigen sich häufig zuerst an Blüten, oberen Blättern oder in einer verlangsamten Reifung. Ein grundlegendes Verständnis typischer Problembereiche hilft dabei, Ursachen richtig einzuordnen und Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Nährstoffmängel und -überschüsse

Nährstoffprobleme zählen zu den häufigsten Herausforderungen in der Blütephase. Sowohl Mängel als auch Überschüsse können die Blütenentwicklung beeinträchtigen und sich negativ auf Qualität und Reife auswirken. Typisch ist, dass sich Symptome in dieser Phase schneller und deutlicher zeigen als während des vegetativen Wachstums.


Mängel äußern sich häufig durch Verfärbungen, Strukturveränderungen oder ein Nachlassen der Vitalität, während Überschüsse zu Stressreaktionen, Wachstumsstagnation oder Schäden an Blüten führen können. Besonders kritisch ist eine Überversorgung, da Korrekturen in der Blütephase oft nur begrenzt möglich sind. Eine gleichmäßige, zurückhaltende Versorgung ist daher entscheidend, um stabile Bedingungen bis zur Reife aufrechtzuerhalten.

Schimmel, Schädlinge & Stressfaktoren

In der Blütephase steigt die Anfälligkeit der Cannabispflanze für äußere Belastungen deutlich. Dichte Blütenstände schaffen ein Mikroklima, das bei ungünstigen Bedingungen Schimmelbildung begünstigen kann. Besonders problematisch ist dies, da Schäden an den Blüten häufig erst spät erkannt werden und dann nicht mehr korrigierbar sind.


Neben Schimmel können auch Schädlinge in dieser Phase erheblichen Schaden anrichten, da Eingriffe zunehmend eingeschränkt sind. Zusätzlich wirken Stressfaktoren wie Temperaturschwankungen, Lichtunterbrechungen oder mechanische Störungen besonders negativ, da die Pflanze ihre Energie vollständig auf die Reifung der Blüten konzentriert. Ziel ist es daher, Störungen zu minimieren und stabile Umweltbedingungen bis zum Ende der Blütephase sicherzustellen.

Erntezeitpunkt erkennen

Der richtige Erntezeitpunkt ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Wirkung und Aroma der Cannabisblüten. In der Blütephase läuft ein fortschreitender Reifeprozess ab, der nicht abrupt endet, sondern fließend verläuft. Eine zu frühe oder zu späte Ernte kann die gewünschten Eigenschaften der Blüten deutlich verändern.


Da äußere Zeitangaben nur begrenzt zuverlässig sind, basiert die Einschätzung des Erntezeitpunkts vor allem auf der Beobachtung pflanzlicher Merkmale. Veränderungen an Blüten, Härchen und Harzdrüsen liefern wichtige Hinweise darauf, wie weit der Reifeprozess fortgeschritten ist und wann die Blütephase ihren optimalen Abschluss erreicht.

Sichtbare Anzeichen an Blüten & Härchen

Ein zentrales Merkmal zur Einschätzung des Erntezeitpunkts sind sichtbare Veränderungen an den Blüten selbst. Während der Reifephase verändern sich die Blütenhärchen allmählich in Farbe und Struktur. Dieser Prozess zeigt an, dass die Pflanze ihre Energie zunehmend aus der Blütenentwicklung abzieht und der Reifeprozess voranschreitet.


Auch die Blütenstruktur wirkt in diesem Stadium kompakter und ausgereifter. Das Wachstum kommt weitgehend zum Stillstand, während sich das Erscheinungsbild stabilisiert. Diese äußeren Anzeichen liefern erste Hinweise darauf, dass sich die Blütephase ihrem Ende nähert, sollten jedoch immer im Zusammenspiel mit weiteren Reifemerkmalen betrachtet werden.

Bedeutung der Reife für Wirkung & Aroma

Der Reifegrad der Blüten hat direkten Einfluss auf die Zusammensetzung der enthaltenen Cannabinoide und Terpene. Während der Blütephase verändern sich diese Inhaltsstoffe kontinuierlich, was sich später auf Wirkung, Intensität und Aromaprofil auswirkt. Der Erntezeitpunkt bestimmt somit maßgeblich, wie ausgewogen oder spezifisch diese Eigenschaften ausgeprägt sind.


Mit fortschreitender Reife verschiebt sich das Verhältnis einzelner Wirkstoffe, während sich auch das Duft- und Geschmacksprofil weiterentwickelt. Eine zu frühe Ernte kann zu unreifen Aromen und unausgewogener Wirkung führen, während ein zu spätes Ernten den Charakter der Blüten deutlich verändern kann. Die Blütephase endet daher nicht zu einem festen Zeitpunkt, sondern erreicht ihren optimalen Abschluss abhängig vom gewünschten Ergebnis.