Indoor vs. Outdoor Cannabis-Anbau – Was ist besser für deine Pflanzen

Indoor vs. Outdoor Cannabis-Anbau – Was ist besser für deine Pflanzen

1. Einführung: Indoor- oder Outdoor-Anbau – welche Methode ist die beste für dich

Cannabis kann unter verschiedenen Bedingungen angebaut werden. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptmethoden: Indoor-Anbau in geschlossenen Räumen mit künstlicher Beleuchtung und Outdoor-Anbau unter natürlichen Bedingungen im Freien. Beide Anbaumethoden haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, die sich auf die Qualität, Ertragsmenge, Potenz und den Aufwand auswirken.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Indoor- und Outdoor-Cannabis-Anbau

Der Hauptunterschied zwischen Indoor- und Outdoor-Cannabis-Anbau liegt in der Kontrolle über die Umweltbedingungen . Beim Indoor-Grow kann der Züchter Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffzufuhr vollständig steuern. Dies ermöglicht eine ganzjährige Produktion und oft auch eine bessere Konsistenz der Erträge.

Beim Outdoor-Anbau hingegen ist der Grower auf natürliche Faktoren angewiesen. Die Pflanzen sind den Jahreszeiten, Wetterbedingungen und Schädlingsrisiken ausgesetzt. Andererseits ist der Outdoor-Anbau deutlich kostengünstiger, da Sonnenlicht kostenlos ist und die Pflanzen oft größer und widerstandsfähiger wachsen.

Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die rechtliche Lage. In vielen Ländern ist der private Indoor-Anbau einfacher zu verbergen als Outdoor-Grows, die potenziell entdeckt werden können.

Warum die Wahl des richtigen Anbaus entscheidend für Ertrag und Qualität ist

Die Wahl zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau beeinflusst die Qualität, den Geschmack und die Wirkung des Cannabis.

  • Indoor-Cannabis ist oft potenter, da es unter idealen Bedingungen mit optimaler Lichtmenge und gezielter Nährstoffversorgung wächst. Die kontrollierte Umgebung führt dazu, dass die Pflanzen eine höhere Konzentration an Cannabinoiden und Terpenen entwickeln können.

  • Outdoor-Cannabis kann ein breiteres Terpenprofil aufweisen, da es dem vollen Lichtspektrum der Sonne ausgesetzt ist. Viele Grower behaupten, dass Outdoor-Cannabis ein natürlicheres und intensiveres Aroma entwickelt.

  • Der Ertrag ist im Outdoor-Grow oft größer, da die Pflanzen nicht durch Platzmangel oder künstliche Begrenzungen eingeschränkt sind.

Außerdem spielen Faktoren wie Zeitaufwand, Kosten und Anfängertauglichkeit eine Rolle. Ein Indoor-Grow benötigt mehr technisches Know-how, wohingegen der Outdoor-Anbau mit weniger Ausrüstung auskommt, aber längere Zyklen und mehr Geduld erfordert.

Überblick über die Vor- und Nachteile beider Methoden

Vorteile des Indoor-Anbaus

  • Komplette Kontrolle über Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

  • Ganzjähriger Anbau möglich – nicht abhängig von Jahreszeiten

  • Bessere Kontrolle über Schädlinge und Krankheiten

  • Diskreter Anbau, weniger Risiko der Entdeckung

  • Möglichkeit, Sorten gezielt zu optimieren für höhere Potenz

Nachteile des Indoor-Anbaus

  • Hohe Anfangsinvestitionen für Beleuchtung, Belüftung und Klimakontrolle

  • Stromkosten sind ein wesentlicher Faktor

  • Pflanzen bleiben oft kleiner als Outdoor-Grows

  • Höherer Wartungsaufwand, da jede Umweltvariable angepasst werden muss

Vorteile des Outdoor-Anbaus

  • Kostenersparnis durch Nutzung von Sonnenlicht und natürlichem Boden

  • Pflanzen wachsen oft größer und kräftiger

  • Kann nachhaltiger sein, da weniger künstliche Ressourcen nötig sind

  • Aromatischeres Terpenprofil durch das volle Spektrum des Sonnenlichts

Nachteile des Outdoor-Anbaus

  • Anbausaison ist vom Wetter und Klima abhängig

  • Höheres Risiko für Schädlingsbefall und Krankheiten

  • Sichtbarkeit kann ein Sicherheitsrisiko darstellen

  • Weniger Kontrolle über Licht und Nährstoffaufnahme 

Fazit

Die Wahl zwischen Indoor- und Outdoor-Cannabis-Anbau hängt von den persönlichen Zielen, dem verfügbaren Budget und der Erfahrung des Growers ab. Wer maximale Kontrolle und ganzjährige Ernten anstrebt, sollte sich für Indoor-Growing entscheiden. Wer hingegen natürliches Wachstum und geringere Kosten bevorzugt, kann von einem Outdoor-Grow profitieren.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Wachstumsbedingungen und wie sich Licht, Temperatur und Platz auf den Anbau auswirken.

2. Wachstumsbedingungen: Welche Umgebung ist optimal für Cannabis

Die Umgebung, in der Cannabis wächst, hat einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheit, Wachstum, Ertrag und Potenz der Pflanze . Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Platzangebot bestimmen maßgeblich, ob sich eine Pflanze optimal entwickelt oder unter Stress leidet. Während Outdoor-Grower auf natürliche Bedingungen angewiesen sind , können Indoor-Grower viele Faktoren gezielt steuern.

Lichtquelle und Photosynthese – Sonne vs. künstliches Licht

Warum natürliches Sonnenlicht unersetzbar ist

Sonnenlicht bietet das vollständige Spektrum an Lichtwellenlängen, die für das Pflanzenwachstum essenziell sind. Die ultravioletten (UVB) und infraroten (IR) Strahlen der Sonne fördern nachweislich die Produktion von Cannabinoiden und Terpenen , die für die Potenz und das Aroma der Blüten verantwortlich sind (Quelle).

Outdoor-Pflanzen erhalten:

  • Mehr UVB-Strahlung, die zur Harzproduktion beiträgt

  • Breiteres Lichtspektrum, das in Indoor-Grows nur schwer nachzuahmen ist

  • Natürliche Lichtzyklen, die das Wachstum auf natürliche Weise steuern

Wie LED- und HPS-Lampen den Indoor-Anbau optimieren

Indoor-Grower müssen das Sonnenlicht künstlich ersetzen. Dafür stehen verschiedene Lichtquellen zur Verfügung:

  • LEDs (Light Emitting Diodes)

    • Energieeffizient und langlebig

    • Produzieren wenig Wärme, ideal für kleine Growräume

    • Können auf spezifische Wellenlängen angepasst werden

  • HPS (Hochdruck-Natriumdampflampen)

    • Starke Lichtintensität für maximale Erträge

    • Höhere Wärmeentwicklung, daher zusätzliche Belüftung erforderlich

    • Bessere Ergebnisse in der Blütephase durch rotwelliges Licht

  • MH (Metallhalogenid-Lampen)

    • Hoher Blauanteil, ideal für die Wachstumsphase

    • Weniger effizient als LEDs, aber weit verbreitet

Auswirkungen von Lichtzyklen auf Wachstum und Blüte

Outdoor-Cannabis folgt den natürlichen Jahreszeiten. Die Tage sind im Sommer länger, was das vegetative Wachstum fördert. Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, wechselt die Pflanze in die Blütephase.

Indoor-Grower können den Lichtzyklus gezielt steuern:

  • Vegetationsphase: 18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit

  • Blütephase: 12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit

Durch die Kontrolle des Lichtzyklus ist es möglich, ganzjährig mehrere Ernten im Indoor-Anbau zu erzielen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Natürliche vs. kontrollierte Umgebung

Wie Wetter und Jahreszeiten den Outdoor-Anbau beeinflussen

Outdoor-Grower müssen sich den natürlichen Witterungsbedingungen anpassen. Cannabis gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 22 und 28 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 40–60 %. Extreme Hitze oder starke Regenfälle können den Ertrag negativ beeinflussen.

Probleme im Outdoor-Grow:

  • Zu kaltes Klima: Langsames Wachstum, Gefahr von Frostschäden

  • Zu heißes Klima: Hitzestress, verlangsamte Photosynthese

  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Erhöhtes Risiko für Schimmelbefall

Klimakontrolle im Indoor-Grow: Belüftung, Heizungen und Luftbefeuchter

Indoor-Grower haben den Vorteil, Temperatur und Luftfeuchtigkeit gezielt zu steuern. Hier sind einige wichtige Maßnahmen:

  • Ventilatoren und Abluftsysteme verhindern Stauwärme und Schimmel

  • Luftbefeuchter oder Entfeuchter helfen, das optimale Klima aufrechtzuerhalten

  • Heizgeräte oder Klimaanlagen sind bei extremen Außentemperaturen nötig

Die optimale Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Phasen:

  • Keimung: 65–70 %

  • Vegetation: 40–60 %

  • Blüte: 40–50 % (weniger, um Schimmel zu vermeiden)

Wie man extreme Temperaturschwankungen ausgleicht

  • Outdoor: Mulch um die Pflanzen legen, um die Wurzeln kühl zu halten

  • Indoor: Temperatur durch Zeitschaltuhren für Beleuchtung optimieren

  • Indoor & Outdoor: Frühzeitige Auswahl von klimaresistenten Sorten 

Platzbedarf und Wachstumshöhe der Pflanzen

Warum Outdoor-Pflanzen oft größer und kräftiger wachsen

Outdoor-Cannabis hat keine Höhenbegrenzung und kann je nach Sorte mehrere Meter hoch wachsen. Da die Wurzeln im offenen Boden mehr Platz haben, werden die Pflanzen robuster und widerstandsfähiger gegen Stress.

Outdoor-Grower profitieren von:

  • Größeren Erträgen pro Pflanze

  • Natürlicher Bestäubung durch Wind und Insekten

  • Weniger Platzbegrenzungen

Wie Indoor-Anbau durch Trainingstechniken (LST, SCROG) optimiert wird

Indoor-Grower haben oft begrenzte Raumhöhen und müssen durch spezielle Techniken das Wachstum der Pflanzen steuern:

  • LST (Low Stress Training): Pflanzen sanft herunterbinden, um sie flach zu halten

  • SCROG (Screen of Green): Pflanzen mit einem Netz gleichmäßig wachsen lassen

  • Topping: Entfernen der Haupttriebe, um buschigere Pflanzen zu erhalten

Diese Techniken helfen, den begrenzten Raum optimal zu nutzen und die Lichtverteilung zu verbessern.

Begrenzungen durch Raumhöhe und Pflanzenmanagement

Indoor-Züchter müssen ihre Pflanzenhöhe oft anpassen, da:

  • Growboxen meist nur 1,5 bis 2 m hoch sind

  • Lampenabstand zur Pflanzenspitze eingehalten werden muss

  • Hitzeentwicklung der Lampen den Wuchs beeinflussen kann

Durch das richtige Training können Indoor-Grower jedoch trotzdem hohe Erträge erzielen.

Fazit

  • Licht ist der wichtigste Wachstumsfaktor für Cannabis. Während Sonnenlicht ein vollständiges Spektrum bietet, können LEDs und HPS-Lampen im Indoor-Grow eine vergleichbare Lichtqualität liefern.

  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen je nach Anbauweise optimiert werden. Indoor-Grower haben hier die volle Kontrolle, während Outdoor-Grower sich an das Klima anpassen müssen.

  • Platzbedarf und Wachstumshöhe sind Indoor oft begrenzt, können aber mit Trainingstechniken angepasst werden. Outdoor-Pflanzen wachsen größer und bringen oft höhere Erträge.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Unterschiede im Anbauprozess von der Keimung bis zur Ernte.



3. Unterschiede im Anbauprozess: Von der Keimung bis zur Ernte

Der Anbauprozess von Cannabis verläuft sowohl Indoor als auch Outdoor in mehreren Phasen: Keimung, Vegetationsphase, Blüte und Ernte. Allerdings gibt es entscheidende Unterschiede in der Art und Weise, wie diese Phasen unter kontrollierten Bedingungen (Indoor) oder in der freien Natur (Outdoor) ablaufen.

Keimung und Anzucht: Indoor- oder Outdoor-Start

Die Keimung ist der erste Schritt im Anbauzyklus. Hierbei wird der Samen zum Keimen gebracht, bevor die Pflanze in Erde oder ein hydroponisches System gepflanzt wird.


Vorteile eines kontrollierten Indoor-Starts für junge Pflanzen

Viele Grower starten ihre Pflanzen unabhängig von der endgültigen Anbaumethode zunächst Indoor, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Dies bringt mehrere Vorteile:

  • Konstante Temperatur und Feuchtigkeit fördern eine schnelle Keimung.

  • Schutz vor Schädlingen und Witterungseinflüssen, die Outdoor-Keimlinge gefährden können.

  • Stärkere Wurzeln und stabileres Wachstum, bevor die Pflanze nach draußen gesetzt wird.

  • Optimale Lichtzufuhr durch künstliche Lichtquellen.

Keimlinge benötigen in den ersten Tagen hohe Luftfeuchtigkeit (60–70 %) und Temperaturen zwischen 22–25 °C. Viele Indoor-Grower nutzen Keimboxen oder Mini-Gewächshäuser, um das Mikroklima zu kontrollieren.


Warum Outdoor-Grower ihre Pflanzen oft indoor vorziehen

  • Die Outdoor-Keimung ist riskanter, da Samen und junge Pflanzen Schädlingen, Vögeln oder starkem Wetter ausgesetzt sind.

  • Ein Indoor-Start beschleunigt die erste Wachstumsphase, sodass die Pflanzen beim Umtopfen in den Außenbereich bereits kräftiger sind.

  • Verlängerung der Wachstumsphase, da man bereits vor dem Frühjahr starten kann.

Viele Outdoor-Grower ziehen ihre Pflanzen 3–4 Wochen lang Indoor auf, bevor sie sie Mitte bis Ende Mai ins Freie setzen.

Vegetations- und Blütephase: Wachstum unter verschiedenen Bedingungen

Die Vegetationsphase ist die Phase, in der die Pflanze wächst und Blätter sowie Wurzeln entwickelt. In dieser Phase ist das Licht der wichtigste Wachstumsfaktor.


Wie Photoperiode und Lichtsteuerung im Indoor-Grow die Blüte beeinflussen

Indoor-Grower haben die volle Kontrolle über die Lichtzyklen und können das Wachstum ihrer Pflanzen gezielt steuern.

  • Vegetationsphase (18/6 oder 20/4 Lichtzyklus)

    • 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit fördern ein starkes Wachstum.

    • Alternativ nutzen einige Grower 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit für schnelleres Wachstum.

  • Blütephase (12/12 Lichtzyklus)

    • 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit setzen die Pflanze in die Blütephase.

    • Indoor kann die Blütezeit künstlich gesteuert werden, sodass Ernten mehrmals im Jahr möglich sind.

Warum Outdoor-Pflanzen von der natürlichen Jahreszeit abhängig sind

Outdoor-Pflanzen wechseln natürlich in die Blütephase, wenn die Tage kürzer werden (Spätsommer bis Herbst). Dies bedeutet:

  • Outdoor-Grower haben weniger Kontrolle über den Zeitpunkt der Blüte.

  • In Ländern mit kürzeren Sommern kann die Blütephase zu früh einsetzen, bevor die Pflanze ihr maximales Wachstum erreicht hat.

  • Das Klima entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der Blütephase – früh einsetzender Regen kann Schimmel verursachen.

Wie man mit Autoflowering-Sorten beide Methoden kombinieren kann

Autoflowering-Sorten (selbstblühende Pflanzen) sind unabhängig von Lichtzyklen und beginnen die Blüte automatisch nach 3–4 Wochen Wachstum.

Vorteile von Autoflowers:

  • Perfekt für kurze Sommer und wechselhafte Klimazonen.

  • Mehrere Ernten pro Jahr möglich, da kein Lichtzyklus beachtet werden muss.

  • Können sowohl Indoor als auch Outdoor einfach angebaut werden.

Allerdings sind Autoflowers oft kleiner als photoperiodische Pflanzen und haben einen geringeren Ertrag.

Erntezeitpunkt und Trocknung: Indoor vs. Outdoor

Die Erntezeit hängt von der Sorte, dem Anbauklima und dem Lichtzyklus ab.

Wann ist der richtige Erntezeitpunkt für Indoor- und Outdoor-Pflanzen

  • Indoor:

    • Erntezeit hängt von der Sorte ab (ca. 8–12 Wochen Blütephase).

    • Grower können durch Lichtsteuerung den Erntezeitpunkt optimieren.

    • Pflanzen können mehrmals im Jahr geerntet werden.

  • Outdoor:

    • Meist zwischen September und Oktober (je nach Klima).

    • Outdoor-Pflanzen haben oft eine längere Blütezeit, was zu höheren Erträgen führt.

    • Schlechtes Wetter kann die Ernte gefährden, z. B. durch starken Regen oder Frost.

Wie Wetterbedingungen die Outdoor-Ernte beeinflussen

  • Plötzlicher Kälteeinbruch kann die THC-Produktion verringern.

  • Starke Regenfälle während der Blütephase können Schimmel verursachen.

  • Wind kann Pflanzen umknicken lassen, weshalb viele Grower sie mit Stützen oder Netzen sichern.

Trocknungs- und Aushärtungsprozesse in beiden Anbaumethoden

Nach der Ernte müssen die Blüten getrocknet und ausgehärtet werden, um Geschmack, Potenz und Haltbarkeit zu optimieren.


Trocknung bei Indoor-Grow

  • Trocknungsraum mit 18–22 °C und 50–60 % Luftfeuchtigkeit wird empfohlen.

  • Die Blüten werden kopfüber aufgehängt oder auf speziellen Netzen getrocknet.

  • Trocknungsdauer: 7–14 Tage, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Trocknung bei Outdoor-Grow

  • Outdoor-Pflanzen haben oft höhere Feuchtigkeit in den Blüten, weshalb sie langsamer trocknen.

  • Viele Grower trocknen sie in Schuppen oder Kellern, um sie vor Regen und Feuchtigkeit zu schützen.

  • Gefahr von Schimmelbildung, wenn der Trocknungsraum nicht gut belüftet ist.

Aushärtung der Blüten

Nach dem Trocknen folgt die Aushärtung (Curing), die den Geschmack und die Wirkung der Blüten verbessert.

  • Die getrockneten Blüten werden in luftdichte Gläser gefüllt.

  • Die ersten zwei Wochen werden die Gläser täglich geöffnet, um überschüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

  • Nach mindestens 4 Wochen Reifung entfalten die Blüten ihr volles Aroma und eine bessere Wirkung.

Fazit

  • Indoor-Grower können den gesamten Anbauprozess steuern , während Outdoor-Grower auf natürliche Bedingungen angewiesen sind.

  • Die Vegetations- und Blütephase unterscheiden sich stark: Indoor wird sie durch Lichtzyklen kontrolliert, Outdoor ist sie an die Jahreszeiten gebunden.

  • Autoflowering-Sorten sind eine gute Lösung für Grower, die unabhängig von Lichtzyklen arbeiten möchten.

  • Die Erntezeit im Outdoor-Grow ist wetterabhängig, während Indoor-Grower ihre Pflanzen jederzeit ernten können.

  • Die richtige Trocknung und Aushärtung sind entscheidend für die Qualität der Blüten.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Kostenfaktoren und welche Anbaumethode langfristig wirtschaftlicher ist.

4. Kostenfaktor: Was ist günstiger – Indoor oder Outdoor?

Der Kostenfaktor ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Entscheidung zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau. Während der Indoor-Grow eine hohe Anfangsinvestition und laufende Betriebskosten mit sich bringt, ist der Outdoor-Anbau in der Regel günstiger, da er natürliche Ressourcen wie Sonnenlicht und Regenwasser nutzt. Dennoch kann der Ertrag und die Qualität der Blüten je nach Anbaumethode stark variieren.

Investitionskosten: Erstausstattung für beide Anbaumethoden

Die Anschaffungskosten für den Anbau unterscheiden sich erheblich. Indoor-Grower benötigen eine umfangreiche Ausstattung, während Outdoor-Grower oft mit wenigen Grundmaterialien auskommen.

Welche Ausrüstung für den Indoor-Grow erforderlich ist

Beim Indoor-Grow müssen alle Umweltfaktoren künstlich erzeugt und kontrolliert werden. Dazu gehört:

  • Growbox oder Growraum : Je nach Größe kostet eine Growbox zwischen 80 und 300 Euro.

  • Beleuchtung : Hochwertige LED- oder HPS-Lampen kosten zwischen 150 und 800 Euro, je nach Leistung.

  • Abluftsystem mit Aktivkohlefilter: Zur Geruchskontrolle und Luftzirkulation notwendig, Kosten zwischen 100 und 250 Euro.

  • Ventilatoren für die Luftzirkulation: ca. 20–50 Euro pro Ventilator.

  • Töpfe und Anzuchtmaterialien: Kosten je nach Größe zwischen 20 und 100 Euro.

  • Substrate und Düngemittel: Erde, Kokos oder Hydrokulturen, ca. 50–150 Euro pro Grow-Zyklus.

Die Gesamtkosten für die erste Indoor-Grow-Einrichtung liegen oft zwischen 500 und 1500 Euro, je nach Ausstattung.


Warum Outdoor-Anbau deutlich weniger technisches Equipment benötigt

Der Outdoor-Grow nutzt natürliche Ressourcen, wodurch weniger Investitionen notwendig sind:

  • Sonnenlicht statt künstlicher Beleuchtung (keine Stromkosten)

  • Natürlich belüftete Umgebung (keine Lüfter oder Aktivkohlefilter nötig)

  • Pflanzen wachsen direkt im Boden oder in großen Töpfen (weniger Substratkauf nötig)

Die wichtigsten Anschaffungskosten für Outdoor-Grower:

  • Hochwertige Samen oder Stecklinge: ca. 5–15 Euro pro Pflanze.

  • Düngemittel und Bodenverbesserer: ca. 50–100 Euro pro Saison.

  • Pflanzenschutzmittel oder natürliche Schädlingsabwehr: 10–50 Euro.

  • Töpfe und Outdoor-Gewächshäuser (optional): 50–200 Euro.

Gesamtkosten für einen Outdoor-Grow starten bereits ab 50–300 Euro, was ihn besonders für Anfänger interessant macht.

Laufende Kosten: Stromverbrauch, Dünger und Wasser

Neben der Anfangsinvestition fallen beim Indoor-Grow regelmäßige Betriebskosten an, die langfristig teuer sein können.


Warum Indoor-Anbau hohe Stromkosten verursacht

Einer der größten Kostenpunkte im Indoor-Grow ist der Stromverbrauch der Beleuchtung. Ein typisches LED-Setup für eine 1 m² große Growbox benötigt ca. 250–400 Watt, während HPS-Lampen oft 600 Watt oder mehr verbrauchen.

  • Stromkosten pro Monat (LED-Anbau): ca. 30–60 Euro

  • Stromkosten pro Monat (HPS-Anbau): ca. 80–150 Euro

Zusätzlich benötigen Lüfter, Abluftsysteme und Klimasteuerung ebenfalls Strom, was die Kosten weiter erhöht.


Wie Outdoor-Pflanzen vom natürlichen Regen profitieren

Outdoor-Grower haben keine Stromkosten, da die Pflanzen auf natürliches Sonnenlicht angewiesen sind. Auch die Bewässerung kann größtenteils durch Regen und Bodenfeuchtigkeit erfolgen, wodurch die Wasserkosten deutlich reduziert werden.

  • Indoor-Bewässerung mit gefiltertem Wasser: ca. 5–15 Euro pro Monat

  • Outdoor-Bewässerung bei trockenen Bedingungen: ca. 10–30 Euro pro Monat

Vergleich von Düngemittelverbrauch und Substraten

  • Indoor-Grower verwenden oft nährstoffarme Erde oder Hydroponiksysteme, sodass regelmäßig Dünger hinzugefügt werden muss.

  • Outdoor-Pflanzen wachsen in natürlichem Boden, der bereits Nährstoffe enthält, wodurch weniger Dünger notwendig ist.

  • Organische Düngemittel wie Kompost oder Wurmhumus können Outdoor verwendet werden, was die Kosten senkt.

Fazit zu den laufenden Kosten:

  • Indoor: Hohe Stromkosten, regelmäßiger Düngerbedarf, höhere Wasserkosten.

  • Outdoor: Kaum Stromkosten, geringere Wasser- und Düngekosten.

Langfristige Wirtschaftlichkeit: Welche Methode lohnt sich mehr?

Obwohl die Indoor-Kosten höher sind, kann diese Methode auf lange Sicht wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn sie häufig genutzt wird.


Warum sich Indoor-Anbau für häufige Ernten lohnen kann

  • Ganzjährige Ernten möglich, da Licht- und Klimabedingungen nicht an Jahreszeiten gebunden sind.

  • Schnellere Erntezyklen, wodurch mehrere Ernten pro Jahr realisiert werden können.

  • Höhere Erträge pro Quadratmeter, da Pflanzen kompakter wachsen und effizienter genutzt werden.

Ein Indoor-Grower kann je nach Setup 3–6 Ernten pro Jahr erzielen, während Outdoor-Grower in der Regel nur eine große Ernte pro Saison haben.


Höhere Risiken und Ausfallmöglichkeiten im Outdoor-Grow

Der Outdoor-Anbau hat zwar geringere Kosten, ist jedoch mit höheren Risiken verbunden:

  • Unvorhersehbares Wetter kann den Ertrag gefährden (z. B. Stürme, Regen oder extreme Hitze).

  • Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten treten häufiger auf als im kontrollierten Indoor-Grow.

  • Sicherheitsrisiken durch Diebstahl oder Entdeckung, da Outdoor-Pflanzen sichtbarer sind.

  • Einmalige Saisonabhängigkeit, da nur eine Ernte pro Jahr möglich ist.

Fazit

  • Indoor-Grow ist teurer in der Anschaffung und im Betrieb, bietet aber eine bessere Kontrolle über Ertrag und Qualität.

  • Outdoor-Grow ist deutlich günstiger, aber anfälliger für Umweltfaktoren, Schädlingsbefall und Ernteausfälle.

  • Langfristig lohnt sich Indoor-Anbau für Grower, die regelmäßig ernten wollen, während Outdoor-Anbau für kostengünstige, natürliche Grows ideal ist.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Qualität und den Ertrag der Pflanzen – welche Methode bringt die besseren Blüten? 

5. Qualität und Ertrag: Welche Methode bringt die besten Blüten?

Die Qualität und der Ertrag von Cannabis hängen von zahlreichen Faktoren ab, darunter Lichtintensität, Nährstoffversorgung, Umweltbedingungen und Züchtungsmethoden. Während der Indoor-Anbau durch kontrollierte Bedingungen oft zu potenterem Cannabis führt, können Outdoor-Pflanzen größere Erträge und ein natürlicheres Terpenprofil entwickeln.

Potenz und Wirkstoffgehalt: Indoor vs. Outdoor-THC-Konzentration

Die THC-Konzentration ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale von Cannabis. Studien zeigen, dass Indoor-Cannabis häufig einen höheren THC-Gehalt aufweist, während Outdoor-Pflanzen durch Sonnenlicht andere Cannabinoid-Profile entwickeln können.


Warum kontrollierte Indoor-Bedingungen oft zu höherem THC-Gehalt führen

  • Lichtsteuerung: Indoor-Grower setzen auf LED- oder HPS-Lampen mit optimal abgestimmten Lichtwellenlängen, um die Cannabinoid-Produktion zu maximieren.

  • Nährstoffkontrolle: Indoor kann der Nährstoffhaushalt genau angepasst werden, um maximale Harzproduktion und THC-Konzentration zu fördern.

  • Keine Wetterbelastung: Im Indoor-Grow gibt es keinen Regen, keine Temperaturschwankungen oder extreme Feuchtigkeit, die das Pflanzenwachstum beeinträchtigen könnten.

Eine kontrollierte Umgebung führt dazu, dass die Pflanze mehr Energie in die Harzproduktion investiert, was zu höheren THC-Werten führt. Indoor-Pflanzen haben oft einen THC-Gehalt von 20–30 %, während Outdoor-Pflanzen durchschnittlich bei 15–25 % liegen.

Wie UV-Strahlen im Outdoor-Grow die Cannabinoid-Produktion fördern

Outdoor-Pflanzen sind direktem Sonnenlicht ausgesetzt, einschließlich UVB-Strahlung, die nachweislich die THC-Produktion anregt (Quelle).

  • Mehr Harzbildung als Schutzmechanismus: Pflanzen reagieren auf UV-Strahlen, indem sie mehr Trichome (Harzdrüsen) produzieren, um sich vor Sonnenstrahlung zu schützen.

  • Natürliches Wachstum ohne Stress: Outdoor-Pflanzen haben mehr Platz für die Wurzeln, was zu stärkeren Pflanzen und besserem Nährstoffaustausch führt.

  • Langsamere Reifung: Outdoor-Pflanzen brauchen oft länger für die Blüte, was zu einer vollständigeren Cannabinoid-Entwicklung führen kann.

Obwohl Indoor-Pflanzen oft einen höheren THC-Gehalt haben, kann Outdoor-Cannabis ein ausgewogeneres Cannabinoid-Profil mit höheren Anteilen an CBG, CBN und Terpenen entwickeln.

Geschmack und Aroma: Terpene unter verschiedenen Bedingungen

Terpene sind für das Aroma, den Geschmack und die Wirkung von Cannabis verantwortlich. Sie werden unter anderem durch Lichtintensität, Luftfeuchtigkeit und Temperatur beeinflusst.


Warum Outdoor-Cannabis oft ein breiteres Terpenprofil hat

  • Natürliches Sonnenlicht und Wind beeinflussen die Terpen-Produktion. Outdoor-Pflanzen haben eine größere Vielfalt an Terpenen, da sie in einer dynamischeren Umgebung wachsen.

  • Längere Blütezeit: Outdoor-Pflanzen haben oft eine längere Reifungsphase, in der sich Terpene vollständig entfalten können.

  • Komplexere Aromen durch Bodenmikroorganismen: Outdoor-Pflanzen interagieren mit natürlichen Bodenbakterien und Pilzen, die ihr Aroma beeinflussen.

Wie Indoor-Zucht Terpene durch Luftfeuchtigkeit und Licht beeinflusst

  • Präzise Kontrolle über Luftfeuchtigkeit: Indoor-Grower können die Terpenproduktion gezielt durch niedrigere Luftfeuchtigkeit während der Blütephase erhöhen.

  • Gezielte Lichtwellenlängen fördern bestimmte Terpene: UV-Licht kann gezielt eingesetzt werden, um die Terpen-Konzentration zu steigern.

  • Schonende Trocknung und Aushärtung: Da Indoor-Grower oft bessere Trocknungsräume haben, bleibt das volle Terpenprofil besser erhalten.

Indoor-Cannabis hat oft kräftigere Aromen und einen intensiveren Geschmack, während Outdoor-Cannabis komplexer und natürlicher schmecken kann.

Ertragsmenge: Welche Methode bringt die größere Ernte?

Die Ertragsmenge von Cannabis hängt stark von der Platzverfügbarkeit, den Lichtbedingungen und der Wachstumszeit ab.


Warum Outdoor-Pflanzen oft größere Buds entwickeln

  • Mehr Platz für Wurzeln und Blätter: Outdoor-Pflanzen können bis zu 3 Meter hoch werden, während Indoor-Pflanzen oft klein gehalten werden müssen.

  • Längere Wachstumsperiode: Outdoor-Pflanzen haben eine längere Wachstumszeit, was zu größeren Buds und höheren Erträgen pro Pflanze führt.

  • Mehr Lichtstunden durch natürliche Sonne: Sonnenlicht deckt alle Lichtwellenlängen ab, was das Wachstum fördert.

Durch diese Faktoren kann eine einzelne Outdoor-Pflanze 300–1000 g Blüten produzieren, während Indoor-Pflanzen oft 100–500 g pro Pflanze liefern.


Wie Indoor-Anbau durch dichte Bestände hohe Erträge generieren kann

  • Maximale Flächennutzung durch Trainingstechniken: Methoden wie SCROG (Screen of Green) oder SOG (Sea of Green) ermöglichen es, mehr Pflanzen pro Fläche zu kultivieren.

  • Mehrere Ernten pro Jahr möglich: Während Outdoor-Grower nur eine Ernte pro Jahr haben, können Indoor-Grower 3–6 Ernten erzielen.

  • Optimale CO₂-Zufuhr steigert die Erträge: Indoor-Grower können zusätzliche CO₂-Zufuhr verwenden, um das Wachstum und den Ertrag zu erhöhen.

Während Outdoor-Pflanzen pro Pflanze oft höhere Erträge liefern, ist Indoor-Growing auf Flächeneffizienz optimiert, wodurch über das Jahr hinweg mehr Ernten mit hoher Qualität erzielt werden können.

Fazit

  • Indoor-Cannabis hat oft einen höheren THC-Gehalt, da die Bedingungen optimal angepasst werden können.

  • Outdoor-Cannabis entwickelt oft komplexere Terpen-Profile durch natürliche Umweltbedingungen.

  • Die Ertragsmenge pro Pflanze ist Outdoor meist höher, Indoor sind jedoch mehrere Ernten pro Jahr möglich.

  • Wer maximale Kontrolle über Potenz und Geschmack möchte, sollte Indoor anbauen, während Outdoor-Grower von niedrigeren Kosten und natürlichem Licht profitieren.

Im nächsten Abschnitt geht es um Sicherheit und Diskretion – welche Methode ist unauffälliger und welche Risiken bestehen?



6. Sicherheit und Diskretion: Wie schützt man seinen Anbau?

Sowohl der Indoor- als auch der Outdoor-Anbau von Cannabis bringt verschiedene Risiken mit sich. Während Outdoor-Grower mit Wetterbedingungen, Schädlingen und der Gefahr der Entdeckung durch Passanten oder Behörden kämpfen, müssen Indoor-Grower auf Geruchsneutralisation, Stromverbrauch und rechtliche Aspekte achten. Eine gute Planung und präventive Maßnahmen helfen, diese Risiken zu minimieren.

Outdoor-Risiken: Wetter, Schädlinge und Diebstahl

Beim Outdoor-Anbau sind die Pflanzen unmittelbar den natürlichen Gegebenheiten ausgesetzt. Wetterumschwünge, Tierfraß oder unerwünschte Entdeckungen stellen große Herausforderungen dar.


Wie man sich vor unberechenbaren Wetterbedingungen schützt

  • Wind und Sturm: Hohe Cannabis-Pflanzen können durch starke Winde abbrechen.

    • Lösung: Stützsysteme wie Bambusstäbe oder Maschendraht helfen, die Stabilität zu sichern.

  • Regen und hohe Luftfeuchtigkeit: Übermäßige Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung, insbesondere in der Blütephase.

    • Lösung: Pflanzen vor Dauerregen schützen, z. B. mit kleinen Überdachungen oder gut durchlüfteten Standorten.

  • Frostgefahr: In kälteren Regionen kann es bereits im Herbst zu Frost kommen, der Pflanzen zerstören kann.

    • Lösung: Frühzeitiges Pflanzen im Frühjahr oder das Verwenden von autoflowering Sorten, die schneller reifen.

Welche Schädlinge für Outdoor-Grower problematisch sind

  • Blattläuse und Spinnmilben: Sie saugen den Pflanzensaft aus und schwächen das Wachstum.

    • Lösung: Natürliche Feinde wie Marienkäfer fördern oder mit Neemöl behandeln.

  • Raupen und Schnecken: Können ganze Blätter oder Buds auffressen.

    • Lösung: Kupferbänder und Schneckenzäune sowie regelmäßige Sichtkontrollen.

  • Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Botrytis: Besonders gefährlich in feuchten Klimazonen.

    • Lösung: Regelmäßiges Beschneiden für bessere Luftzirkulation und Vermeidung von zu dichter Bepflanzung.

Wie man seinen Growplatz vor Entdeckung schützt

  • Wahl des Standorts:

    • Abgelegene Orte wählen, fernab von Wanderwegen oder Wohngebieten.

    • Mischkultur-Strategie: Pflanzen mit Mais, Tomaten oder Sonnenblumen kombinieren, um den Cannabis-Grow zu tarnen.

  • Geruchskontrolle:

    • Outdoor-Pflanzen verströmen besonders in der Blütezeit einen starken Geruch.

    • Lösung: Duftneutrale Begleitpflanzen wie Lavendel oder Rosmarin in der Nähe pflanzen.

  • Diskrete Arbeitsweise:

    • Keine festen Trampelpfade hinterlassen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

    • Unregelmäßige Bewässerungszeiten einhalten, um nicht berechenbar zu sein.

Indoor-Risiken: Geruch, Stromverbrauch und rechtliche Aspekte

Indoor-Grows sind zwar diskreter als Outdoor-Pflanzen, aber trotzdem gibt es Risiken. Hoher Stromverbrauch, auffällige Geräusche von Ventilatoren und der intensive Geruch können zu unerwünschter Aufmerksamkeit führen.


Warum Indoor-Grows auffällig sein können

  • Stromverbrauch: Starke Lampen (HPS oder LEDs) verbrauchen viel Strom, was den Energieverbrauch erhöhen kann.

    • Lösung: Effiziente LED-Technik verwenden, die weniger Strom verbraucht.

  • Geräusche: Abluftanlagen und Ventilatoren erzeugen Lärm.

    • Lösung: Schalldämpfer oder leisere Ventilatoren nutzen.

  • Geruch: Blühendes Cannabis produziert intensive Terpene, die sich in der Umgebung ausbreiten.

Wie Aktivkohlefilter und Geruchsneutralisation helfen

  • Aktivkohlefilter in der Abluftanlage:

    • Entfernt bis zu 99 % der Geruchspartikel aus der Luft.

    • Muss regelmäßig ausgetauscht werden (ca. alle 6–12 Monate).

  • Geruchsneutralisierende Gels und Ozon-Generatoren:

    • Ergänzend zum Aktivkohlefilter können Geruchsblocker verwendet werden.

  • Versiegelte Growboxen:

    • Hochwertige Growzelte mit dichten Nähten reduzieren Geruchsaustritt erheblich.

Risiken bei hohem Stromverbrauch und Stromspitzen

  • Plötzliche Stromspitzen können auffallen:

    • Ein plötzlicher Anstieg des Stromverbrauchs kann von Stromanbietern registriert werden.

    • Lösung: Gleichmäßige Lastverteilung, z. B. Beleuchtung mit Zeitschaltuhren optimieren.

  • Kurzschlüsse und Brandgefahr:

    • Unsachgemäße Verkabelung kann zu Bränden oder Stromausfällen führen.

    • Lösung: Nur geprüfte Geräte verwenden, Verkabelung professionell absichern.

Fazit

  • Outdoor-Grows sind günstiger, aber durch Wetter, Schädlinge und Entdeckungsrisiken gefährdeter.

  • Indoor-Grows sind diskreter, aber nur mit der richtigen Geruchsneutralisation wirklich unauffällig.

  • Sicherheit kann durch Standortwahl, technische Lösungen und durchdachte Anbaumethoden verbessert werden.

Im nächsten Abschnitt geht es um die rechtlichen Aspekte – was ist beim Anbau in Deutschland erlaubt und welche Risiken bestehen?




7. Rechtliche Aspekte: Was ist erlaubt und was nicht

Seit dem 1. April 2024 ist der private Anbau von Cannabis in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legalisiert . Dennoch gibt es klare Regelungen, die sowohl den Indoor- als auch den Outdoor-Anbau betreffen. Ein Verständnis der gesetzlichen Bestimmungen ist essenziell, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Gesetzliche Lage in Deutschland: Indoor- vs. Outdoor-Anbau

Das Cannabisgesetz (KCanG) erlaubt es volljährigen Personen, bis zu drei lebende Cannabispflanzen für den Eigenbedarf anzubauen. Diese Regelung gilt sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau. Wichtig ist, dass der Anbau ausschließlich dem persönlichen Konsum dient und nicht für den Verkauf oder die Weitergabe an Dritte bestimmt ist. Zudem müssen Maßnahmen ergriffen werden, um den Zugriff durch Minderjährige zu verhindern.

bundesgesundheitsministerium.de


Was das Cannabis-Gesetz über den privaten Anbau sagt

Das Gesetz legt fest, dass der Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen pro volljähriger Person erlaubt ist. Dabei ist sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu den Pflanzen oder den daraus gewonnenen Produkten haben. Dies bedeutet, dass Anbauflächen, sei es im Innen- oder Außenbereich, entsprechend gesichert sein müssen.

bundesgesundheitsministerium.de


Unterschiede zwischen Anbau für den Eigenbedarf und kommerziellen Anbau

Während der Anbau für den Eigenbedarf unter den genannten Bedingungen erlaubt ist, bleibt der kommerzielle Anbau von Cannabis ohne entsprechende Lizenz strikt verboten. Der Verkauf oder die Weitergabe von selbst angebautem Cannabis an Dritte ist illegal und kann strafrechtlich verfolgt werden. Lizenzierte Anbauvereinigungen, sogenannte Cannabis Social Clubs, dürfen Cannabis gemeinschaftlich anbauen, jedoch nur für ihre Mitglieder und ohne Gewinnerzielungsabsicht.

bundesgesundheitsministerium.de 

Welche Strafen drohen beim illegalen Anbau

Der unerlaubte Anbau von Cannabis kann erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Je nach Umfang und Umständen des Anbaus drohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen, wie beispielsweise dem gewerbsmäßigen Anbau oder dem Anbau in Verbindung mit organisierten kriminellen Strukturen, können die Strafen noch höher ausfallen.

anwalt.de


Warum Outdoor-Pflanzen leichter entdeckt werden können

Der Outdoor-Anbau birgt ein höheres Risiko der Entdeckung, da die Pflanzen im Freien wachsen und somit für Passanten, Nachbarn oder Behörden sichtbar sein können. Geruchsentwicklung während der Blütezeit und auffällige Pflanzenmerkmale können zusätzlich Aufmerksamkeit erregen. Zudem ist der Anbau auf öffentlichen oder leicht einsehbaren Flächen nicht gestattet und kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

mdr.de 

Welche Strafen Indoor-Growern drohen

Auch beim Indoor-Anbau müssen gesetzliche Vorgaben strikt eingehalten werden. Verstöße, wie der Anbau von mehr als drei Pflanzen, der Verkauf von selbst angebautem Cannabis oder unzureichende Sicherungsmaßnahmen gegen den Zugriff durch Minderjährige, können zu Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren führen. Zudem können unsachgemäße Installationen von Beleuchtungs- oder Belüftungssystemen zu Gefahren wie Bränden führen, was zusätzliche strafrechtliche Konsequenzen haben kann.

anwalt.de 

Fazit

Der private Anbau von Cannabis ist in Deutschland unter klar definierten Bedingungen erlaubt. Sowohl Indoor- als auch Outdoor-Grower müssen sicherstellen, dass sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Dazu zählen die Begrenzung auf drei Pflanzen pro Person, der Schutz vor dem Zugriff durch Minderjährige und das Verbot des Verkaufs oder der Weitergabe an Dritte. Eine sorgfältige Planung und Umsetzung des Anbaus sowie die kontinuierliche Information über aktuelle gesetzliche Bestimmungen sind essenziell für einen legalen und sicheren Cannabisanbau.

8. Fazit: Welche Anbaumethode passt am besten zu dir?

Die Entscheidung zwischen Indoor- und Outdoor-Cannabis-Anbau hängt von vielen Faktoren ab, darunter Kosten, Platz, Kontrolle über die Wachstumsbedingungen und persönliche Vorlieben. Beide Methoden haben ihre spezifischen Vorteile und Herausforderungen, sodass es keine einheitlich beste Lösung gibt. Stattdessen kommt es darauf an, welche Anforderungen und Möglichkeiten individuell gegeben sind.

Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede zwischen Indoor und Outdoor

Beim Vergleich beider Methoden spielen Licht, Klima, Kosten, Qualität und Sicherheit eine entscheidende Rolle:

  • Licht:

    • Outdoor-Pflanzen profitieren vom vollen Sonnenspektrum, was ein natürlicheres Wachstum und ein komplexes Terpenprofil ermöglicht.

    • Indoor-Pflanzen wachsen unter künstlicher Beleuchtung, die sich präzise steuern lässt und gleichbleibende Lichtbedingungen bietet.

  • Klima:

    • Outdoor-Pflanzen sind abhängig von Jahreszeiten, Wetter und Standortbedingungen, was unberechenbar sein kann.

    • Indoor-Pflanzen wachsen unter stabilen, kontrollierten Klimabedingungen, die konstant optimiert werden können.

  • Kosten:

    • Der Indoor-Anbau erfordert hohe Anfangsinvestitionen in Licht, Lüftung und andere Ausrüstung.

    • Outdoor-Growing ist deutlich günstiger, da keine künstliche Beleuchtung und weniger technisches Equipment benötigt wird.

  • Qualität:

    • Indoor-Cannabis hat häufig höhere THC-Werte und eine dichtere Harzproduktion durch optimierte Licht- und Nährstoffbedingungen.

    • Outdoor-Cannabis kann ein breiteres Terpenprofil aufweisen, das sich durch die natürliche Umgebung entwickelt.

  • Sicherheit:

    • Indoor-Grows sind durch Geruchsneutralisation, Stromverbrauch und auffällige Lüftungssysteme potenziell riskant.

    • Outdoor-Grows sind leichter zu entdecken und können durch Wetter oder Schädlinge beschädigt werden.

Warum es keine „beste Methode“ gibt, sondern die Wahl von individuellen Faktoren abhängt

Es gibt keine pauschal beste Anbaumethode, da jeder Grower unterschiedliche Prioritäten setzt. Wer maximale Kontrolle, hohe Qualität und regelmäßige Ernten anstrebt, ist mit Indoor-Growing besser beraten. Wer hingegen geringere Kosten, größere Pflanzen und ein natürlicheres Wachstum bevorzugt, wird mit Outdoor-Growing gute Ergebnisse erzielen.


Für wen eignet sich welche Methode?

Wann sich ein Indoor-Grow lohnt

  • Für Grower mit begrenztem Platz, die Cannabis diskret anbauen wollen.

  • Für diejenigen, die ganzjährig ernten möchten, ohne auf Jahreszeiten angewiesen zu sein.

  • Für Grower, die die volle Kontrolle über Licht, Luftfeuchtigkeit und Temperatur haben möchten, um die Potenz zu maximieren.

  • Für Menschen in Regionen mit ungeeignetem Klima, wo Outdoor-Growing nicht möglich ist.

Warum Outdoor-Grower mehr Geduld, aber weniger Geld brauchen

  • Für diejenigen, die natürliches Sonnenlicht nutzen möchten, um Stromkosten zu sparen.

  • Für Grower, die große Pflanzen mit hohen Erträgen anstreben, ohne auf Platzbeschränkungen achten zu müssen.

  • Für Anbauer mit einem sicheren Standort im Freien, der nicht von Nachbarn oder Behörden entdeckt werden kann.

  • Für Personen, die das natürliche Wachstum bevorzugen und bereit sind, längere Wartezeiten bis zur Ernte in Kauf zu nehmen.

Fazit

Die Wahl zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau hängt von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Wer bereit ist, in Technik zu investieren und höchste Qualität mit maximaler Kontrolle anzustreben, ist mit Indoor-Growing gut beraten. Wer hingegen auf natürliche Ressourcen setzt, größere Pflanzen möchte und mit längeren Wachstumszyklen leben kann, findet im Outdoor-Growing eine kostengünstige Alternative. Beide Methoden haben ihre Berechtigung – am Ende entscheidet der persönliche Anspruch darüber, welche sich besser eignet.